Sensory Toys im Jugendtreff
Ein Projekt zur Förderung von Entspannung und Inklusion
In Zeiten vom allgegenwärtigen audiovisuellen Reizen (Smartphone und Co) wollte der Jugendtreff Steinbauerpark mal etwas ganz anderes versuchen. Mittels des Einsatzes von Sensory Toys soll der Fokus auf sensorisches, körperliches Erleben gelenkt werden! Das Ziel: Achtsamkeit und Entspannung sollen gestärkt werden. Bei Sensory Toys handelt es sich um verschiedene Spielzeuge die motorisch anregend sind und/oder entspannen. Von Stressbällen bis Sprungfedern, außergewöhnlichen Ballspielen oder verschiedensten Rätseln - die Auswahl ist groß. Diese kleinen, haptischen Spielzeuge, die oft über unterschiedliche Texturen, Bewegungsmuster oder Geräusche verfügen, helfen den Jugendlichen sichtbar dabei, Unruhe abzubauen. Seit einigen Monaten liegen diese Toys gezielt im Jugendtreff auf.
Bei intensiven Gesprächen oder auch in ruhigen Momenten wird nach den verschiedenen Spielen gegriffen. Es lässt sich beobachten, dass das Greifen und Experimentieren mit diesen Objekten eine beruhigende Wirkung hat. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, durch den Einsatz von Sensory Toys das körperliche Entspannen zu fördern, und dadurch in kleinen Schritten das Bewusstsein für den eigenen Körper zu stärken. Gemeinsam mit den Jugendlichen wird reflektiert was innerlich mit ihnen passiert, wenn sie von außen sichtlich entspannter wirken. Durch diese Reflexion soll ein niederschwelliger Zugang zu körperlicher Selbstwahrnehmung erreicht werden.
Der Einsatz dieser Spielzeuge hat zusätzlich zur entspannenden Wirkung einen weiteren besonderen Vorteil: Die Toys sind für alle Jugendlichen zugänglich. Aufgrund ihrer unkomplizierten Handhabung und dem direkten körperlichen Erlebnis können sie ohne große Vorkenntnisse oder spezielle Voraussetzungen genutzt werden. Bei den Sensory toys gibt es kein „richtig oder falsch“, ebenso kann man nicht gewinnen oder verlieren. Durch diesen niederschwelligen Zugang können tatsächlich alle Jugendlichen erreicht und miteinbezogen werden. Sie sind somit auch im Sinne der Inklusion eine hilfreiche und gute Methode!