Container in the dark
Im Rahmen des Jahresschwerpunkts Inklusion der Stadt Wien – Bildung und Jugend, Inklusion.JA fand im Jugendtreff das besondere Projekt „Container in the dark“ statt. Ziel war es, den Alltag von Menschen mit Sehbeeinträchtigung praktisch erfahrbar zu machen.
Mit Blindenbrillen ausgestattet erkundeten die Jugendlichen den ihnen vertrauten Container. Plötzlich fühlte sich der bekannte Raum ganz anders an: Wege mussten ertastet, Geräusche bewusst wahrgenommen und Abstände eingeschätzt werden. Viele der teilnehmenden Jugendlichen merkten schnell, wie sehr man sich im Alltag auf das Sehen verlässt und wie wichtig andere Sinne sowie gegenseitige Unterstützung werden.
Ein besonderes Highlight war das Geruchs- und Geschmacks-Bingo. Nur anhand von Geruch und Geschmack sollten verschiedene Lebensmittel erkannt werden – gar nicht so einfach, wenn das Sehen als Orientierungshilfe wegfällt.
Auch eine scheinbar einfache Aufgabe stellte sich als knifflig heraus: den eigenen Namen blind zu schreiben. Viele stellten fest, wie ungewohnt und schwierig diese alltägliche Bewegung ohne visuelle Kontrolle ist. Gleichzeitig sorgte die Übung für viele Aha-Momente und Gespräche über Barrieren, Geduld und gegenseitiges Verständnis.
Das Projekt „Container in the dark“ hat gezeigt, wie wichtig Empathie, Rücksichtnahme und Inklusion im Alltag sind. Die Jugendlichen konnten nicht nur Neues über ihre eigenen Fähigkeiten lernen, sondern auch einen Perspektivwechsel erleben, der noch lange nachwirkt.