Seiltanz mit Till Eulenspiegel

Ganz so akrobatisch ging es dann doch nicht zu! Aber als abenteuerlich beschrieben die Jugendlichen den Ausflug in den Hochseilklettergarten im Gänsehäufl allemal!
Bei einem Treffen mit einer Gruppe Jugendlicher auf Streetwork wurde der Wunsch nach einem Ausflug in einen Hochseilklettergarten geäußert. Die Streetworker*innen griffen die Idee sofort auf und begannen die Planung und Organisation gemeinsam mit den Interessierten.

Eine Woche später war es so weit. Gemeinsam ging es in den Hochseilklettergarten im Gänsehäufl. Auf der Anreise war die Anspannung bei den Jugendlichen deutlich zu bemerken und bald wurde über Höhenangst, Schwindelgefühl und die Gefahr von Stürzen aus großer Höhe gesprochen. Die Streetworker*innen nahmen sich den Themen an und besprachen mit den Jugendlichen, wie man Ängsten begegnen, Risiko abschätzen kann, welche Unterstützung sie sich von ihren Freunden*innen wünschen bzw. von wem sie Unterstützung in angstbelasteten Situation am ehesten annehmen können?
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Bevor es dann wirklich hoch hinauf ging und alle die Klettergurte anlegten wurden die zuvor besprochenen Umgangsformen noch einmal zusammengefasst und mit konzentriertem Ernst ging es danach in die Parcours.

Die Herausforderungen durch die einzelnen Passagen wurden von den Jugendlichen unterschiedlich angenommen und bewältigt, auch die Auseinandersetzung mit dem Gefühl der eigenen Unsicherheit bzw. den Ängsten der Freund*innen wurden durch die zuvor vereinbarten Regeln nicht gemindert, aber „es war einfacher sich zu beruhigen“ und „sich auf die einzelnen Schritte zu konzentrieren“ und „irgendwie war ich gefestigt“ und „habe mich darauf verlassen, dass der Gurt mich hält“ wurde in der anschließenden Reflexion von den Jugendlichen zurück gemeldet.

Die Gruppe hat im Umgang miteinander sichtlich von den Erlebnissen profitiert. Die Streetworker*innen werden am Thema Empathie und gegenseitige Unterstützung weiterhin dranbleiben.