Abenteuerwoche am Ottensteiner Stausee

Auch dieses Jahr fuhren wir im Juli mit einer Gruppe von männlichen Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren an den Ottensteiner Stausee. Projekte dieser Art bieten für uns eine hervorragende Gelegenheit um einerseits die Beziehungsarbeit mit der Zielgruppe zu intensivieren und andererseits eine Möglichkeit um den Jugendlichen eine Gelegenheit zu bieten einige Tage in der freien Natur zu verbringen, da viele unserer Klient*innen sonst kaum über die finanziellen Ressourcen verfügen um solch ein Vorhaben zu realisieren.
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Die Vorfreude war bereits im Vorfeld sehr groß, sowohl auf der Seite der Betreuer, als auch auf der Seite der Jugendlichen. Ein derartig großes Projekt bedarf auch einer sorgfältigen Vorbereitung, bei der die Jugendlichen auch teilweise involviert waren. Neben einer adäquaten Versorgung, bestehend aus reichhaltigen Nahrungsmitteln und Getränken, war auch für eine abwechslungsreiche Beschäftigung gesorgt. Fuß-, Volley- und Federbälle standen zur sportlichen Betätigung zur Verfügung. Außerdem bereiteten wir eine Hand voll kooperative Spiele vor, die die Gruppe näher zusammenbringen sollten, sowie ein Rollenspiel, das mit einer Nachtwanderung verknüpft war.
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Zu den Höhepunkten des Projektes zählt mit Sicherheit das Rollenspiel, das die Fantasie der Jugendlichen anregte und ihre Zusammenarbeit erforderte. Das tägliche Baden im See haben die Jugendlichen ebenfalls sehr genossen, sowie die unterschiedlichen sportlichen Betätigungen, wie beispielsweise Beachvolleyball. Die langen Tage beendeten wir am Lagerfeuer. Vor diesem stimmungsvollen Hintergrund unter dem nächtlichen Sternenhimmel hatten wir die Gelegenheit die Jugendlichen besser kennen zu lernen und mehr über ihre Träume, Wünsche und Ängste in Erfahrung zu bringen.

Neben den freizeitpädagogischen und sportlichen Aktivitäten mussten die Betreuer auch immer wieder deeskalierend bei Konflikten zwischen den Jugendlichen vermitteln. Mit fortlaufender Dauer des Projektes spitzten sich die Konfliktsituationen immer mehr zu. Solche Gruppendynamiken sind schwer vorhersehbar und zeigen, dass Soziale Arbeit ein sehr lebendiges und mitunter herausforderndes Feld darstellt.

Den Jugendlichen und den Betreuern werden diese drei Tage am Ottensteiner Stausee noch lange in Erinnerung bleiben. Wir haben mit diesem Projekt einen intensiven Zugang zu den Jugendlichen gefunden und die Jugendlichen konnten sich fernab ihres Alltags auf ein neues Erlebnis einlassen.
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