Frühling in Wieden

Hier nun eine Übersicht über die letzten Monate mit und bei Streetwork Wieden:

Bezirksfestwochen, Fussball

Zur Einstimmung auf die Fußball-Sommersaison wurde unsere Fußballmannschaft „SK Wieden“, die bereits im vorigen Jahr erfolgreich gespielt hatte, „wiederbelebt“. Die ersten Trainingseinheiten fanden in einer Fußballhalle auf Kunstrasen statt. Bei den ersten Sonnenstrahlen wechselten wir ins Freie, auf den Fußballplatz im Schweizer Garten. Abseits der Übungsspiele kreierten wir mit den Jugendlichen ein eigenes Mannschaftslogo. Die Kids wünschten sich einen großen Bären, da sich die GruppenteilnehmerInnen alle aus dem „Bärlipark“ kennen und ihre Freizeit dort verbringen und sich mit diesem Ort stark identifizieren. Die Zusammengehörigkeit der Jugendlichen wurde durch eigene Dressen, die dieses Logo tragen, ausgedrückt. Im Zuge der Planung eines Fußballturniers zu Beginn des Sommers entwickelte sich bei einer zweiten Gruppe von Mädchen und Burschen eines anderen Parks das Interesse an einer eigenen Fußballmannschaft. „Bau United“ hatte Anfang Juni ihr 1. Training. Ende des Monats fand schließlich das von allen bereits mit großer Spannung erwartete 1. große Wiedener Derby zwischen „SK Wieden“ und „Bau United“ statt (Endstand 8:7).
Streetwork Wieden veranstaltet mit Hilfe der Jugendlichen beider Mannschaften Anfang Juli den „Wienerwald Kick“, wir fiebern einem aufregenden Turnier entgegen. Wir hoffen natürlich mit unseren beiden Teams den Siegerpokal mit nach Wieden nehmen zu können!

Rap, Fake vs. Reality, Fussball

Des Weiteren fand Mitte Mai das erste Event unseres Medienprojekts „Fake vs. Reality“ statt. Bei diesem Foto & Style Workshop hatten sieben Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren die Möglichkeit, sich mit und ohne Make-up von einem Fotografen abbilden zu lassen. Das Styling übernahm eine professionelle Visagistin, wobei die Mädchen auch hier freie Wahl bei Farbe, Stil und Intensität des Make- Ups hatten. Das dritte Bild entstand aus der abschließenden Bearbeitung des Lieblingsbildes der Jugendlichen am Computer. Durch den Vergleich der drei Fotos (ungeschminkt, gestylt und computerbearbeitet) wurde den Mädchen gezeigt, dass sie natürlich schön sind und mit Hilfe von Styling und Fotoshop den Frauen in TV und Werbung entsprechen können. Streetwork Wieden versuchte mit diesem Projekt, dem Druck, einem gängigen Schönheitsideal entsprechen zu müssen, entgegen zu wirken. Es wurde versucht den Teilnehmerinnen ein gutes Körpergefühl zu vermitteln, die „Tricks der Medienwelt“ veranschaulichten den jungen Frauen wie Medien arbeiten und wie „real“ Hochglanzfotos sind. Zwei Wochen nach dem erfolgreichen Foto-Shoot fand ein Treffen mit allen beteiligten Mädchen statt, wo sie ihre Fotos, Werbe- und Sponsoringprodukte von Bebe Young Care überreicht bekamen. Mitte September werden schließlich die Ergebnisse und gewonnenen Eindrücke der Mädchen bei einer Ausstellung im vierten Bezirk präsentiert. Ein herzliches Dankeschön an die Kooperations- und Sponsoringpartner: Rajek Kucirek (Fotograf), Tumbao Tanzstudio, Johnson & Johnson.

Streetwork Wieden blickt auf einen sehr kreativen Frühling zurück, eine Gruppe ambitionierter Jugendlicher, die sich der Hip-Hop-Kultur zugehörig fühlen, probierten sich musikalisch aus. Die drei Mädchen und fünf Burschen im Alter von 18 bis 20 Jahren schrieben ihre eigenen Texte, über Dinge die sie in ihrem Alltag bewegen und erleben. Die Burschen veränderten durch die von Streetwork Wieden angeregte Auseinandersetzung mit den Inhalten ihr Songwriting soweit, dass Sexismus und Rassimus darin keinen Platz mehr fanden. So konnten schließlich die entstandenen Musikstücke in einem Tonstudio aufgenommen werden. Zum krönenden Abschluss hatten die Jugendlichen Anfang Juni die Möglichkeit, ihre Lieder bei den Bezirksfestwochen zu präsentieren. Jugendliche bekamen dank der Wiener Bezirksfestwochen die Möglichkeit auf einer professionellen Bühne im 4. Bezirk ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren, sie schnupperten erste Bühnenerfahrung und traten gemeinsam mit erfahrenen KünstlerInnen auf (z.B. Anna F., Matatu, Cuatro Doctores), selbstredend war dies ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

Erzeugt durch "wp-content/themes/rdk-wien/index.php".