Mauthausen

Zwei Fahrten nach Mauthausen

Im Frühjahr sprachen uns zwei Jugendliche aus Mauer und Atzgersdorf an, ob sie mit unserer Unterstützung einen Besuch der Gedenkstätte Mauthausen organisieren könnten.
Die beiden Jugendlichen stellten jeweils eine Gruppe zusammen und sorgten für die Bewerbung. Ein Jugendlicher gestaltete Flugzettel für das Projekt.
Als Vorbereitung wollten sich beide Gruppen den oscar-prämierten Film “Die Fälscher” ansehen. Dies realisierten wir mit zwei Filmscreenings in unserer Anlaufstelle, bei denen es auch gelungen ist, mit den Jugendlichen die Thematiken Holocaust und Diskriminierung zu reflektieren.
Mit Interesse verfolgten die Jugendlichen den Besuch der Gedenkstätte. Ein Streetworker übernahm die Führung durch das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und beantwortete die Fragen der Jugendlichen.
Zwar überspielten manche ihre Betroffenheit mit Humor, den Ernst der Thematik und die Tragweite der historischen Ereignisse wurden ihnen dennoch bewusst. Eine Gruppe dokumentierte ihren Besuch mit einem Videofilm, die andere Gruppe machte Fotos mit Einwegkameras und gestalteten ein Fotoalbum über ihre Erlebnisse in Mauthausen.
Mit diesem Projekt ist es nicht nur gelungen, dass sich Jugendliche mit Nationalsozialismus und Holocaust auseinandersetzten, sondern auch, dass sie lernten mit dem Grauen, das ein Ort wie Mauthausen in ihnen auslöst, umzugehen und ihre Gefühle zu artikulieren. Weiters gelang es uns, die Jugendlichen für Diskriminierung zu sensibilisieren und die professionelle Beziehung zu einigen Jugendlichen deutlich zu intensivieren.

 

 

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