EU-Jugendaustausch in Spanien …
im September 2007, Streetwork Hietzing nimmt teil!

EU-Jugendaustausch zum Thema “Football supporters in action: kick out racism”
In der Woche vom Samstag, dem 8. September bis Sonntag, dem 16. September 2007, fand in Cadiz/Spanien ein multilaterales EU-Jugendaustauschprojekt statt. Es nahmen fünf Organisationen aus Europa daran teil, und zwar zwei Gruppen aus Berlin/Deutschland, eine Gruppe aus London/England, eine Gruppe aus Bologna/Italien, Streetwork Hietzing aus Österreich und natürlich CEPA aus Cadiz/Spanien. Themen des Austausches waren: Fußball & Workshops, Sport und Fairness, Kultur, Antirassismus, Antisexismus, Toleranz, Völkerverständigung und Begegnung von jugendlichen Fußballbegeisterten aus verschiedenen Ländern und Kulturen innerhalb der EU. Das offizielle Programm begann mit Kennenlern-Spielen, bei denen alle Gruppen teilnahmen. Alle TeilnehmerInnen schafften es, sich zu verständigen trotz unterschiedlicher Sprachen und hatten hierbei eine Menge Spaß.
Anschließend entschieden sich die Jugendlichen, bei welchen Workshops sie teilnehmen wollten, wobei Wert darauf gelegt wurde, dass alle Gruppen multikulturell durchmischt waren. In den Workshops wurden Graffitis, Buttons, Aufkleber, Transparente, Filme sowie eine Musik CD mit Liedern aus allen TeilnehmerInnenländern inklusive Booklet angefertigt. Die Themen in allen Workshops waren Völkerverständigung innerhalb der EU und Antirassismus. Die Videogruppe war in der Stadt Cadiz unterwegs und führte Interviews mit EinwohnerInnen durch unter anderem zum Thema Migration in der EU.
Innerhalb der Gruppen herrschten eine freundschaftliche Atmosphäre und ein herzlicher Umgang miteinander. Die Jugendlichen lebten in dieser Woche Antirassismus aktiv und es war für alle ganz selbstverständlich gemeinsam zu arbeiten und Spaß zu haben, ungeachtet der anderen Sprache, Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.
Es war schön zu beobachten, wie die Jugend Europas zusammenwuchs, Freundschaften und ein interkultureller Austausch entstanden. Die unterschiedlichen Sprachen waren hierbei keine Barrieren, selbst die Jugendlichen, die nicht gut Englisch sprachen, verständigten sich in einer Art “Esperanto” untereinander.
Zusätzlich zu den Workshops gab es auch einige sportliche und kulturelle Aktivitäten. Wir besuchten alle gemeinsam mit Mitgliedern der “Brigadas Amarillas” (antirassistische Fangruppe; gegründet 1982) ein Heimspiel des CF Cadiz. Weiters fand ein Fußballturnier mit gemischten Teams (Länder, gemischtgeschlechtlich) statt, wobei es sehr fair und lustig herging. Auch hier lebten alle TeilnehmerInnen aktiv das Motto “Fußball ist Spiel, Spaß und ein Fest”. Weiters stand Sightseeing in Cadiz am Programm sowie der Besuch einer Ausstellung über afrikanische MigrantInnen in Spanien.
Zum Abschluss der Woche fuhr die ganze Gruppe an einen Stausee inmitten der beeindruckenden andalusischen Landschaft. Dort fanden Outdoor Activities statt wie Kanu fahren, Floß bauen und Bogen schießen.
Allgemein kann man feststellen, dass der Austausch ein voller Erfolg war. Der Horizont der TeilnehmerInnen wurde erweitert, es fand reger interkultureller Austausch statt. Selbst die spanische Küche war eine neue Erfahrung für unsere Jugendlichen. Auch politische Bildung fand in den Workshops statt; allerdings nicht moralisierend, sondern lustvoll und spielerisch. Es wurden die individuellen Lebensbedingungen in den TeilnehmerInnenländern besprochen, aber auch die Situation von MigrantInnen oder Flüchtlingen innerhalb der EU. An den letzten beiden Tagen wurden die Ergebnisse aus den Workshops präsentiert und die Kids konnten sehr stolz sein auf das gemeinsam Erarbeitete: selbst gefertigte Buttons und Aufkleber für alle TeilnehmerInnen, ein Film der Videogruppe und der mit schönen Graffiti besprayte Anhänger von CEPA, jedes Land erhielt ein großes Transparent und jedeR TeilnehmerIn erhielt eine CD mit fünf Liedern aus den jeweilig teilnehmenden Ländern.
Der letzte Abend wurde noch gemeinsam verbracht, es wurden eifrig Adressen ausgetauscht und der Abschied fiel allen schwer. Europas Jugend ist sehr bunt!
