Das Penzinger Jugendparlament

„Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen“, soll Winston Churchill einst gesagt haben. Das Penzinger Jugendparlament versucht genau das. Die Erwachsenen, respektive die Penzinger Bezirksrät*innen, werden mit Ideen und Anträgen der Schüler*innen der dritten Klassen der Neuen Mittelschulen, des Lernraums Linzerstraße sowie des BRG Linzerstraße konfrontiert und mögen sich doch – das wäre jedenfalls im Sinne der jugendlichen Antragsteller*innen – möglichst oft beugen. Die Jugendparlamentarier*innen warten gerade auf die Antworten des Bezirks. Doch beginnen wir von vorne.
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Der Jugendparlamentszyklus orientiert sich am Schuljahr, das Jugendparlament startet dementsprechend im Herbst und endet mit einer Party im Juni. Durchgeführt wird es von den Jugendsozialarbeiter*innen von Kiddy&Co, der Agentur Müllers Freunde und des Jugendtreffs Penzing. Im Herbst werden von uns die dritten Klassen der Sekundarstufe I des Bezirks aufgesucht. Gemeinsam mit den Schüler*innen organisieren wir Demokratieworkshops und wählen aus den Klassen jeweils eine Delegierte und einen Delegierten. Die gewählten Delegierten haben die Aufgabe ihre Klasse im Jugendparlament zu vertreten und sich zu überlegen, wie man den Bezirk für Jugendliche noch interessanter machen könnte. Insgesamt gibt es drei Zukunftswerkstätten, die zwischen Dezember und Februar stattfinden. In drei Phasen wird zu Beginn Kritik am Status quo geübt, anschließend gilt es kreative Lösungsmöglichkeiten für die eben kritisierten Punkte zu erarbeiten und abzuwägen wie realitätstauglich diese sind. Die Krönung stellen dann die in der dritten Phase erarbeiteten Anträge dar, die direkt von den Jugendlichen in der Penzinger Bezirksvorstehung präsentiert und eingebracht werden.

Ende April sind alle unsere Anträge beim Bezirk eingelangt. Derzeit dürfen sich die Jugendparlamentarier*innen also in Geduld üben, denn die Antwortsitzung wird Mitte Juni stattfinden. Im Sinne der Jugendlichen hoffen wir, dass sich die Erwachsenen möglichst oft von den vorgebrachten Argumenten der Jugendparlamentarier*innen überzeugen lassen und so den Bezirk Penzing noch attraktiver gestalten.