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Gefährderansprache

Das Sicherheitspolizeigesetz (SPG) regelt die Organisation der Sicherheitsverwaltung und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit in Österreich.
Im 3. Abschnitt dieses Bundesgesetzes werden der Sicherheitsbehörde besondere Befugnisse zur Verhinderung von Gewalt bei Sportgroßveranstaltungen zugesprochen.

§49 SPG Außerordentliche Anordnungsbefugnis

§49b SPG Gefährderansprache

§49a SPG Sicherheitsbereich

§49c SPG Präventive Maßnahmen

§54 SPG Besondere Bestimmungen für die Ermittlung

Wichtig: Wenn ihr einer Meldeauflage nicht nachkommt oder die amtliche Belehrung nach §49c behindert bzw. stört, begeht ihr eine Verwaltungsübertretung. Diese kann euch bis zu 360 Euro kosten. Im Wiederholungsfall kann dies bis zu 1500 Euro kosten. Falls ihr nicht in der Lage seid, diesen Betrag aufzubringen, müsst ihr eine Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu 2 Wochen antreten.

Stadionverbote

Örtliches Stadionverbot

Örtliche Stadionverbote werden vom veranstaltenden Klub oder vom Senat 3 im Einvernehmen mit dem veranstaltenden Klub ausgesprochen, wobei dieser das Stadionverbot selbstständig aufheben kann. Der Senat 3 ist darüber umgehend in Kenntnis zu setzen. Örtliche Stadionverbote können für mindestens zwei Monate bis zehn Jahre ausgesprochen und gegen den Betroffenen nur einmal pro Spieljahr verhängt werden. Im Wiederholungsfall ist vom entsprechenden Klub zwingend ein bundesweites Stadionverbot beim Senat 3 zu beantragen. Die Klubs teilen der Geschäftsstelle der BL unverzüglich die von ihnen ausgesprochenen örtlich begrenzten Stadionverbote unter Verwendung eines einheitlichen Vordrucks mit.
Nachstehend angeführte Tatbestände sind eine demonstrative Aufzählung, wodurch der Anspruch auf Vollständigkeit nicht gegeben ist:

    – wiederholtes aggressives Verhalten gg. Ordner/Exekutive
    – Wurf von Gegenständen auf das Spielfeld unabhängig vom Eintritt eines Schadens
    – wiederholte Abnahme verbotener Gegenstände
    – Anzeige wegen tätlichen Angriffs (§ 270 StGB)
    – Anzeige wegen Körperverletzung
    – Anzeige wegen Sachbeschädigung

Bundesweites Stadionverbot

Bundesweite Stadionverbote werden auf Antrag eines Klubs oder von Amts wegen vom Senat 3 ausgesprochen und betragen mindestens sechs Monate bis zehn Jahre.
Nachstehend angeführte Tatbestände sind eine demonstrative Aufzählung, wodurch der Anspruch auf Vollständigkeit nicht gegeben ist:

    – Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt
    – Anzeige nach dem Pyrotechnikgesetz 2010
    – Anzeige wegen schwerer Körperverletzung
    – Anzeige wegen schwerer Sachbeschädigung
    – Anzeige wegen Raufhandel
    – Anzeige wegen Landfriedensbruch
    – Anzeige wegen sonstiger Verbrechenstatbestände
    – Anzeige nach dem Verbotsgesetz
    – Wiederholung von Delikten bzw. Anzeigen, die zum örtlichen Stadionverbot geführt haben
    – Angriffe auf Spieler, Schiedsrichter, Trainer unabhängig von strafrechtlichen Anzeigen
    – Wurf von gefährlichen Gegenstände auf das Spielfeld unabhängig vom Eintritt eines Schadens
    – Mitführen, Besitz, Verwendung und/oder Einsatz von Leuchtstiften, Raketen und/oder besonders gefährlichen pyrotechnischen Gegenständen (z.B. Supercobras, Donnerschläge) bei Stadionzutritt bzw. im Stadion
    – Wurf von pyrotechnischen Gegenständen in Fangruppen oder auf das Spielfeld
    – Unerlaubtes Übersteigen von Barrieren
    – Rassistisches Verhalten
    – Verstöße, die mit hohen finanziellen Folgen für den Klub bzw. für die Stadionverwaltung verbunden sind
    – Vergleichbare Taten, die als Mitglied einer Fangruppe von mehreren in bewusstem Zusammenwirken gesetzt wurden

Sicherheitsrichtlinien der BL 2018/2019

Die Richtlinien bezüglich der Stadionverbote sind in den Stadionverbotsrichtlinien festgeschrieben: Stadionverbotsrichtlinien 2016/2017

Die Ordnerrichtlinien geben Auskunft über den Aufgabenbereich und den Berechtigungen von Ordner*innen im Stadion: Ordnerrichtlinien 2018/2019

Stand 24.07.2018