Besuch Gedenkstätte Mauthausen

Als Teil eines Projektes, das Streetwork Wien Ende 2016 startete, fuhren wir am 25. März 2017 gemeinsam mit fünf Jugendlichen zur KZ-Gedenkstätte in Mauthausen. Das Projekt entstand aufgrund gruppenbezogener menschenfeindlicher Aussagen, getätigt von eben diesen Jugendlichen, sowohl in sozialen Netzwerken, als auch in persönlichen Gesprächen. Streetwork Wien war es ein Anliegen, diese Aussagen mit den Jugendlichen gemeinsam kritisch zu hinterfragen und sich im Weiteren mit der österreichischen Geschichte kritisch auseinanderzusetzen, in diesem Fall auch mit der Unterstützung externer Expert*innen.
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Zu diesem Zweck wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das mit einem vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes angeleiteten Workshop für die Jugendlichen begann. Im Rahmen dessen wurde ein Besuch eines Konzentrationslagers von den Jugendlichen vorgeschlagen und als weiterer Schritt in das Projekt aufgenommen.

Im Vorfeld der Fahrt nach Mauthausen wurde eine Vorbesprechung durchgeführt, bei der gemeinsam mit den Jugendlichen Rahmen und Regeln für die Fahrt vereinbart wurden. Der Besuch in der Gedenkstätte beinhaltete eine über vier Stunden dauernde Führung eines Mitglieds des Mauthausen-Komitees. Dabei wurde besonderer Fokus auf Jugendliche und Kinder im Konzentrationslager sowie den Steinbruch und die „Todesstiege“ gelegt. Die Jugendlichen nutzten bei zahlreichen Gelegenheiten die Möglichkeit, für sie wichtige Fragen zu stellen und ihren Wissensstand zu erweitern. Die Fahrt fand ihren Abschluss in einer ausführlichen Nachbesprechung gemeinsam mit den Jugendlichen, bei der die Erkenntnisse und Eindrücke in der Gruppe reflektiert wurden.

Die Nachbereitung der Fahrt nach Mauthausen beinhaltet zusätzlich die Erstellung eines Folders mit Fotos sowie gesammelten Zitaten, die die Jugendlichen während des Besuchs der Gedenkstätte getätigt hatten.