Berlin – Wir kommen!

Der Umzug einer Kollegin nach Berlin im Oktober letzten Jahres und ihre Einladung an die Jugendlichen, sie doch einmal besuchen zu kommen, stellten den Startschuss für monatelange Vorbereitungen und die Planung dieser gemeinsamen Reise. In den kontinuierlich stattfindenden Hausversammlungen wurden zusammen mit den Jugendlichen Ideen für ein interessantes und abwechslungsreiches Berlin-Programm gesammelt und in den Vorbereitungstreffen Regeln für den Aufenthalt besprochen.

Anfang August war es dann endlich so weit; mit einer Gruppe von sieben Jugendlichen (ein Mädchen, sechs Burschen) im Alter von 16 bis 21 Jahren ging es auf in die deutsche Hauptstadt.
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Trotz Müdigkeit – aufgrund der wegen Aufregung und Vorfreude schlaflosen nächtlichen Flixbusanreise – wurde am ersten Tag gemeinsam spazierend das Viertel rund um das Hostel (Berlin Mitte) erkundet. Dabei wurden Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, der Reichstag und das für die Jugendlichen besonders beeindruckende Mahnmal für ermordete Juden Europas besichtigt. Nach einer Stärkung in einem der vielen Lokale am Alexanderplatz und der Auswahl des perfekten Party-Outfits wurde abends in das bunte Berliner Nachtleben hinein geschnuppert.
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Für den nächsten Tag stand eine Sonderführung des Jüdischen Museums am Programm, in der den Jugendlichen die Gemeinsamkeiten des Judentums und des Islams näher gebracht wurden. In der Führung wurden neben einer kurzen Geschichte des Holocaust die Vielschichtigkeit innerhalb der beiden Religionen und die Unterschiede in der individuellen Gestaltung, der Praxis und dem Verständnis von Religion vermittelt.

Am letzten Tag gab es eine gemeinsam Fahrradtour – laut der Gruppe das Highlight der Reise – entlang der „Mauer“, in deren Verlauf die NS-Zeit, der Mauerbau und der DDR-Alltag spannend und jugendgerecht erklärt wurden. Von all dem Gesehenen erschöpft, aber auch um viel Wissen reicher, ließen wir den letzten Abend im Szeneviertel Kreuzberg entspannt ausklingen, welches den Jugendlichen aufgrund des großstädtischen Flairs besonders gefiel.
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Die Reise war für alle Teilnehmer*innen und auch für uns Betreuer*innen eine abwechslungsreiche Herausforderung. Sie hat bestätigt, dass gemeinsame Reisen – heraus aus dem gewohnten Alltag und Eintauchen in neue Lebenswelten – ein lebendiges und geeignetes Lernfeld für junge Menschen darstellen.