Beats. Rhymes. Life.

Für viele Jugendliche stellt Hip-Hop als Jugendkultur eine zentrale Bezugsgröße dar und kommt augenscheinlich im Habitus dieser Jugendlichen zum Ausdruck.
Somit bietet Hip-Hop einen wichtigen Anknüpfungspunkt für eine lebensweltliche Annäherung zur Intensivierung der professionellen Arbeitsbeziehung. Die Jugendarbeiter*innen konzipierten einen zweiphasigen Workshop mit dem Titel „Beats. Rhymes. And Life“. Der erste Teil sah eine dialogisch-reflexive Beschäftigung mit gängigen (und oftmals auch klischeehaften) Themen, die in der Hip-Hop-Musik aufscheinen, vor. Auf eine Auseinandersetzung mit vielfältigen politischen, geschichtlichen, gesellschaftlichen aber auch diskriminierenden und materialistischen Themen, folgte eine Aneignung grundlegender Fähigkeiten zur Produktion musikalischer Stücke in einer virtuellen Studioumgebung auf einem Computer. Die zweite Phase sah einen Besuch in einem professionellen Tonstudio vor, dass den Teilnehmenden die Möglichkeit gab eigene Rapfaufnahmen zu machen.

Der Besuch im Tonstudio fand mit zwei unterschiedlichen Gruppen zu unterschiedlichen Terminen statt.

Bei der einen Gruppe handelte es sich um fünf männliche Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Die andere Gruppe war ebenfalls aus männlichen Jugendlichen zusammengesetzt und bestand aus sechs Personen im Alter zwischen 13 und 15. Allein die Anwesenheit in einer professionellen Studioumgebung konnte bereits einen starken Beitrag zur Steigerung des Selbstwertgefühls leisten. So meinte ein Jugendlicher: “Man fühlt sich hier so groß“. Die Ziele dieses Projektes konnten erreicht werden, da einerseits wichtige gesellschaftskritische Themen diskutiert werden konnten. Andererseits hatten die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit sich auf kreative Art und Weise zum Ausdruck zu bringen und ihren persönlichen Anliegen auf eine neue Art eine Stimme zu verleihen.